Schwarz und weiß

Schwarz und weiß sind nicht als biologische Eigenschaften zu verstehen, sondern bezeichnen politische und soziale Konstruktionen. Schwarz und weiß sind also keine Hautfarben von Menschen, sondern beschreiben ihre Position als diskriminierte oder privilegierte Menschen in einer durch Rassismus geprägten Gesellschaft.

Schwarz ist die emanzipatorische Selbstbezeichnung von Schwarzen Menschen. Um den Widerstandscharakter dieses Wortes zu betonen, wird das „S” großgeschrieben.

Im Gegensatz zu Schwarz ist weiß keine Selbstbezeichnung (d.h. weiße Menschen haben nicht von sich aus begonnen sich aufgrund ihrer privilegierten Position als weiße zu bezeichnen), sondern beschreibt eine dominante Position, die meist nicht benannt wird. Weißsein bedeutet, Privilegien und Macht zu besitzen, wie zum Beispiel, sich nicht mit Rassismus auseinandersetzen zu müssen. In Deutschland/Österreich gelten weiße Menschen als “normal” und meist unhinterfragt als  „deutsch”/„österreichisch“, können sich deshalb beispielsweise frei bewegen, ohne sich ständig ausweisen zu müssen und haben leichtere Zugänge zum Arbeits- und Wohnungsmarkt. Natürlich gibt es andere Diskriminierungsformen wie z. B. Klassenzugehörigkeit, die diese Zugänge auch bei weißen Menschen verhindern können.

Um den Konstruktionscharakter zu verdeutlichen, wird weiß kursiv geschrieben.

 

Person of Colo(u)r, People of Colo(u)r (PoC)

ist die Selbstbezeichnung von Menschen, die Rassismuserfahrungen machen. Die Bezeichnung ist in der Bürgerrechtsbewegung der USA entstanden und zielt auf die Vereinigung der unterschiedlichen Gruppen ab, die Rassismus erfahren, um so Kräfte zu bündeln und gemeinsam gegen Rassismus zu kämpfen.

 

B.PoC/BPoC

Abkürzung für Black and People of Colo(u)r – Selbstbezeichnung von Menschen, die Rassismuserfahrungen machen.